
Ja, ich habe seit gestern einen Mercedesstern auf dem Kopf. Keinen richtigen natürlich, sonder eine Platzwunde in From eines Mercedessterns. Die Geschichte dazu lässt leider nicht so gut in wenigen Worten beschreiben, daher hier die ausführliche Geschichte:
Am Freitag den 24.10.2008 bin ich nach Scharbach/Tromm gefahren um mit meinen Freunden aus dem Chor unser alljähliches Swinging Weekend zu verbringen. Der Freitag Abend verlief wundervoll, ich war in der Sauna, habe die Seele etwas baumeln lassen, dann gab es gab leckeren Hirsch zum Abendessen und nach dem Essen bin ich noch ein wenige spazieren gegangen. Ein klasse Abend.
Am nächsten Morgen kam der Rest des Chores und wir haben dann im Laufe des Vormittags mit dem Proben für die Weihnachtsgala begonnen. Auch das Mittagessen habe ich noch heile überstanden. Nach dem Mittagessen wurde der Chor zum Proben geteilt, da die Männer- und Frauenstimmen seperat geübt werden sollten. Nachdem wir also geprobt hatten, bekamen wir etwas frei. Ich bin mit meinen Zimmerkolleginnen auf´s Zimmer, wir haben Gummibärchen gegessen und sind dann nach draußen gegangen. Da waren auch schon ein paar andere Frauen, die es sich rund um einem (bei dem Wetter) leeren Kneipp-Becken auf Liegestühen und Bänken bequem gemacht hatten. Bis auf eine, die lag nämlich auf dem Geländer des Kneipp-Beckens um sich von dort aus die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Wir unterhielten uns nett und irgendwann wollte die Kollegin aus dem Kneipp-Becken wieder aufstehen. Da sich das nicht so einfach gestaltet hat, habe ich, freundlich wie ich bin, meine Hilfe angeboten. Ich bin also mit Schwung und Elan in das Becken gehüpft, bin dann am Boden des Beckens angekommen, dort auf ein wenig Wasser und ein paar Blättern ausgerutscht, und mit dem Hinterkopf mit voller Wucht auf die Steinkante des Kneippbeckens geknallt.
Die ersten paar Sekunden nach dem Aufprall waren gar nicht so schlecht. Ich überlgte was das da eben für ein gewaltiger Schlag auf meinen Kopf war und ob es mir gut geht. In Gedanken bin ich meinen Köper dann druchgegangen. Ich konnte alles bewegen, habe alles gefühlt, reden klappte auch noch und erinnern war auch kein Problem. Nur mein Kopf dröhnte noch etwas von dem Schlag und tat weh. Es waren sofort ganz viele Helfer da, die mir geholfen habe aus dem Becken zu kommen. Oben angekommen konnte ich mich natürlich nich zurückhalten nachzuprüfen ob ich blute. Ich nehme also die Hand, die ich bisher schützend auf die schmerzende Stellen an meinem Kopf gehalten hatte, nach vorne und sehe: BLUT! MEIN BLUT!!! Tja, das war dann wohl der Auslöser für eine kurze, aber intensive Ohnmacht, die mich daraufhin überkam. Ich habe schön geträumt, ich weiß zwar nicht mehr was, aber es war schön. So schön, dass ich lieber wieder weiterträumen wollte, als wieder zu kam.
Meine Chormitglieder haben total geistesgegewärtig gehandelt. Anne hat einen Kranknwagen gerufen, mehrer andere haben meine Beine hoch gehalten, eine paar andere haben mich ein wenig weiter vom Becken wegegrückt und natürlich wurde mit mir geredet. Ich glaube ich habe viel seltsames Zeug von mir gegeben, aber ich war in dem Moment echt dankbar so tolle Freunde zu haben. Sehr kurze Zeit später kam dann auch ein Team vom Roten Kreuz, die gerade eine Übung im Ort hatten. Die Jungs waren echt nett. Ich habe Blutdruck gemessen bekommen und wurde ein paar Sachen gefragt. Dann kam der Krankenwagen. Ich wurde mit einer schönen Halskrause versehen, mein Rücken wurde vorsichtshalber abgeklopft, um Schäden an der Wirbelsäule auszuschließen und dann kam ich auf die Transportliege. Ich bekam auch eine schöne Decke, weil mir mangels Blut in verschiedenen Extremitäten ziemlich kalt war. Kam wohl durch die Ohnmacht und den Schreck. Martina ist mit mir mitgefahren, damit ich nicht so allein war.
Da es nicht auszuschließen war, dass ich neurologische Schäden davongetragen habe, wurde ich nach Weinheim ins Krankenhaus gefahren, weil die da, nach Aussage von Christian (einem der Rettungssanitäter) besser ausgerüstet sind für solche Dinge. Christian war übringens echt klasse. Wir haben uns die Fahrt über gut unterhalten. Die Fahrt mit dem Krankenwagen war auch so ein Highlight. Seit dem ich klein bin, wollte ich unbedingt mal Krankenwagen fahren. Unter andern Umständen als diesen natürlich. Aber so wurde mir eben auch dieser lang gehegte, aber unausgeprochene Wunsch erfüllt. Auf der Fahrt haben wir viel gelacht, das war schon mal ein gutes Zeichen für mich. Für Christian, glaube ich, auch. Er füllte auf der Fahrt die notwendigen Papiere aus und hat mich nebenbei noch bei Laune gehalten. Da soll man einer sagen Männer waren nicht Multitasking-fähig.
Wir sind dann nach einer schönen Fahrt durch den Odenwald in Weinheim angekommen. Ich wurde auf eine Krankenhausliege umgebettet, durch ein paar Gänge geschoben und dann vor einer Tür stehen gelassen. Christian und sein Kollege haben mich noch angemeldet und sich dann verabschiedet. Danke noch mal an euch, dass ihr so schnell da wart und euch so gut um mich gekümmert habt. Ihr wart Klasse.
Martina wurde in den Wartebereich nach draußen geschickt und ich war alle

Die Zeit des Wartens wurde genutzt um meinen Papa anzurufen. Wir haben dann zusammen gewartet, bis wir dran waren um eine abschließende Diagnose zu bekommen. Die Ärtzin, die mich auch genäht hat erklärte, dass es mir soweit gut geht. Dass ich keine Gehirnerschütterung habe, ich mich s

Die Moral von der Geschicht:

Kneipp-Becken sind vom Teufel! Von wegen die sind gut für die Gesundheit. Bullshit. Gefährlich sind die, nichts anderes. Ja, ich hätte besser aufpassen können und ja ich hätte bei der Aktion sterben können. Aber wo bleibt den der Spaß wenn wir uns immer nur Vorsichtig verhalten? Und die Schuld auf andere schieben macht eh mehr Spaß. Böses Kneipp-Becken!
Ich bin froh, dass Gott mich so lieb hat, dass er mir einen echt tollen Schutzengel gegeben hat, der was von seinem Handwerk versteht und ich bin froh so viele gute Freunde zu haben, bei denen ich mich gut aufgehoben fühlen darf.
In einer Woche kommen die Fäden raus. Dann bin ich offiziell wieder Ganz und darf mir auch wieder die Haare waschen. Da freu ich mich schon drauf, denn rote Strähnchen stehen mir nicht.